wm 2006 - ein blog






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adieu zizou - nachtrag

"und bedanke mich für alles."

wofür?

für sein spiel. die faszination, die er auf mich ausübt(e). in den tagen der wm wurde dies alles noch gesteigert. dabei kenne ich ihn nicht. (und er kennt mich natürlich erst recht nicht!)

strange nicht, wie man eine nähe zu jemandem fühlen kann, den man nicht kennt und nie kennenlernen wird.

ist wahrscheinlich nur ein kleiner schritt bis zur obsession.

erkenne an mir merkmale obsessiven verhaltens, wie den glauben, dass ich ihn besser verstehe als "die anderen" - dies ist in erster linie die "veröffentlichte meinung" in den medien.

frage mich, ob die gefahr einer obsession besteht, wenn ich sie erkenne...

wie gut, dass zumindest ich keine derartigen gefühle für eine andere mir unbekannte person empfinde. liegt auch wirklich nicht in meiner natur. sogar nicht bei mir bekannten menschen, geschweige den leuten, die mir unbekannt sind.

vielleicht liegt es auch nur daran, dass zidane so wenig von sich preisgibt. dadurch wird er zu einer projektionsfläche auf die man - in diesem speziellen fall ich - eigenes projezieren kann, insbesondere wenn man im richtigen oder falschen glauben ist, dass es parallelen zwischen der projektionsfläche (dem "star", in diesem fall zidane) und dem projezierenden (dem "fan", in diesem fall mich) gibt.

so, aber jetzt wirklich genug.

wollte dies nur noch loswerden.

10.7.06 22:33


wm-fazit

Gold trotz Rot: Zidane bester WM-Spieler

so, wollte diese info auch noch loswerden.

dies ist wohl die letzte eintragung dieses blog.

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vielleicht noch ein fazit der wm...

war vielleicht die bewegendste wm für mich, ziemlich sicher sogar, eigentlich war nur die wm 98 etwa so gut. (obwohl der ausgang besser war, deshalb kann ich mich auch nicht unbedingt darauf festlegen, dass dies die beste wm war.)

italien ist weltmeister. gefällt mir überhaupt nicht. insbesondere nicht die art wie sie es wurden. wenn die welt gerecht wäre, was sie bekanntermaßen nicht ist, wäre italien schon gegen australien rausgeflogen. aber die italienischen tugenden (mauern, sich fallen lassen, provozieren und petzen) haben sie zum weltmeister gemacht.

zinedine zidane hatte noch einmal eine große bühne.

das ende war tragisch, doch dies ist eine andere geschichte.

zum finale: hätte domenech gegen die platten italiener früher frische leute im angriff gebracht, hätte frankreich das spiel spätestens in der verlängerung für sich entscheiden können. die "schuld" für die niederlage trägt zumindest aus meiner sicht domenech und nicht zidane, aber vielleicht ist meine sicht nicht objektiv.

deutschland hat mich sehr beeindruckt. halte deutschland neben der schweiz und spanien für die beste junge mannschaft weltweit.

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nach der wm ist vor der em

die em 2008 ist ein realistisches ziel für die deutsche mannschaft. wobei mein gefühl irgendwie "schweiz" sagt. man darf auch nicht vergessen, dass für die schweizer neben ihrer guten jungen mannschaft auch noch der heimvorteil bei der nächsten em spricht. vielleicht reissen auch die engländer was. italien, holland und frankreich muss man aber auch auf dem zettel haben.

ich würde aus heutiger sicht aber am meisten den deutschen und den spaniern den em-titel gönnen, da sie den erfrischendsten fussball spielen. (die schweizer sind mir dann doch verbissen. zumindest im vergleich zu deutschland und spanien.)

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so, jetzt aber schluss.

10.7.06 16:27


achtelfinale - finale

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achtelfinale

deutschland - schweden 2:0

argentinien - mexico 2:1 (n.v.)

england - ecuador 1:0

portugal - holland 1:0

italien - australien 1:0

schweiz - ukraine 0:3 (n.e.)

brasilien - ghana 3:0

spanien - frankreich 1:3


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viertelfinale

deutschland - argentinien 5:3 (n.e.)

italien - ukraine 3:0

england - portugal 1:3 (n.e.)

brasilien - frankreich 0:1


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halbfinale

deutschland - italien 0:2 (n.v.)

portugal - frankreich 0:1


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spiel um platz 3

deutschland - portugal 3:1


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finale

italien - frankreich 6:4 (n.e.)

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football.guardian.co.uk - alle spiele

10.7.06 16:05


adieu zizou

vor ein paar tagen schrieb ich hier dies:

dies war ihr leben...

del piero spielte im finale keine rolle. dennoch fügt sich zidanes letztes spiel in diese reihe ein. er begegnete keinem ehemaligen mitspieler in seinem letzten spiel, sondern sich selbst, seinem selbst aus jugendjahren.

bei cannes hiess es, er würde nie ein profi werden können, da er seine emotionen nicht im griff habe und zu oft zu unberechenbar war. rote karten waren für den jungen zidane die regel, nicht die ausnahme.

es fällt mir nicht so leicht etwas rationales zu schreiben, weil die sache nicht rational war und weil auch ich es nicht bin. mein letzter gedanke, als ich einschlief war zidane und mein erster als ich aufwachte war wieder zidane.

so endete es also...

okay, zidane hätte zum elfmeterschiessen oder spätestens zur siegerehrung aus den katakomben rauskommen sollen, dies ist der einzige vorwurf, den ich ihm machen würde. der kopfstoss gegen den italiener ist für mich erklärbar, doch nach einigen minuten hätte er sich zusammenreissen und seiner rolle als kapitän entsprechen sollen.

zidane hat einmal gesagt, er könne sich an keine spiele erinnern, für ihn wäre alles fragmentiert. jede szene, die sich auf dem spielfeld begebe wäre ihm irgendwie bekannt, eine art anreihung von dejavues. vielleicht kennen dies auch andere. wenn man etwas lange macht, gibt es immer wieder situationen, die man ähnlich bis identisch schon erlebte.

vielleicht war dies gestern ebenso. vielleicht hatte er vor 20 oder mehr jahren einen ähnlichen kopfstoss gemacht.

nur war dies gestern sein letztes spiel.

das wm-finale.

über 1 milliarde zuschauer.

aber vielleicht kann man nicht aus seiner haut.

zumindest nicht in jedem moment der eigenen existenz.

vielleicht war dies wirklich sein leben...

meine verehrung für zidane ist um nichts gesunken. er ist und bleibt der größte fussballer aller zeiten. vor beginn der wm hätte aus meiner sicht schon das erreichen des viertelfinales ein würdiger abgang sein können, nach dem verlauf der wm hätte es aber ein märchen werden müssen, doch es hat nicht sollen sein. sein hammerkopfstoss in der 104. minute ging nicht ins tor, ein paar minuten später traf er sein ziel umso härter.

so nah liegen märchen und tragödie beieinander.

dem mythos zidane nimmt das ende nichts.

es verstärkt es vielleicht sogar.

supersaubere typen sind keine helden.

nett ist öde.

echte helden haben eine dunkle seite.

war immer schon so.

bei maradona waren es die drogen.

bei zidane sein jähzorn.

wünsche ihm ein glückliches leben.

und bedanke mich für alles.

10.7.06 12:07


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